21.10.2010 - 12:00           

Abnehmen durch sportliche Bewegung  - aber wie?. 

 

Die die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt Alarm. Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt sind übergewichtig oder fettleibig, aber "nur" 800 Millionen untergewichtig. Mehr als die Hälfte aller Deutschen sind zu dick. Neben dem Bewegungsmangel spielt die Ernährungsweise und so das zunehmende Gewicht eine große Rolle. 14 Millionen Kinder in Europa sind übergewichtig, 3 Millionen davon sogar fettleibig.
Wir fahren zuviel mit dem Auto, stehen regungslos auf den Rolltreppen, sitzen zuviel vor dem Fernseher oder dem Computer, fahren mit dem Fahrstuhl in den 1. Stock rauf  und sogar wieder runter. Ja, wie soll denn da das Herz, der Kreislauf und der Stoffwechsel angeregt werden?. Die Folge sind erhöhte, Blutwerte, Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker und bauchbetontes Übergewicht, Mediziner bezeichnen das "Tödliche Quartett" auch als "Metabolisches Syndrom .
Jedes dieser Faktoren schädigt unsere Blutgefäße, sodass Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folge sein kann. Mehr Bewegung und weniger Kalorienaufnahme würden das Herzinfarkt- und das Schlaganfallrisiko deutlich senken. Auch die Fettverteilung spielt bei den Risiken eine entscheidende Rolle. Beim sogenannten "Birnentyp" mit Fettpolstern hauptsächlich an Hüfte und Gesäß ist das Risiko niedrig, der sogenannte "Apfeltyp" mit Fettpolstern im Bauchbereich, hat ein erhöhtes Risiko an Diabetes mellitus Typ 2 und an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken. Ein Teufelskreis.


Was ist zu tun?.
Es müssen die Lebensgewohnheiten geändert werden!. Der technische Fortschritt hat unsere körperliche Belastung drastisch reduziert, wir müssen gegensteuern. Treppen steigen, Rolltreppen meiden, alle Wege bis 2 km laufen, alles andere bis wenigstens 10 km mit dem Fahrrad fahren. Bei Bahnfahrten eine Station früher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Auf süße Getränke wenn möglich verzichten, lieber auf Mineralwasser oder Apfelschorle zurückgreifen, auch mal ein Bier oder ein Glas Wein zum Abend sind nicht verboten, nur nicht regelmäßig. Die meisten Kalorien liegen im Alkohol!.
Wenn gleichzeitig auf eine ausgewogene, ballastreiche Ernährung d.h. wenig Fleisch, 2x Fisch, viel Gemüse und Obst umgestellt wird, ist der erste Schritt getan. Fatal wäre, wenn jetzt Ungeduld aufkommen würde. Alles braucht seine Zeit, von 0 auf 100 geht nichts.



Wie kann es weiter gehen?.
I
n Verbindung mit richtiger Ernährung hilft Ausdauertraining, aber auch Krafttraining, Übergewicht abzubauen und somit diesen Risikofaktor in den Griff zu bekommen. Für diesen Zweck gibt es bestimmte Übungen, die man zu Haus (Standfahrrad, Hantel- und Bauchmuskeltraining, Liegestütze) oder im Freien (Nordic Walking/Walking), durchführen kann. Auch Laufen (Jogging) ist eine natürliche Bewegungsart, die bis ins hohe Alter mit Begeisterung ausgeführt  werden kann. Allerdings nicht bei Übergewicht, weil die Gelenkbelastung zu hoch wäre. Also erst abspecken. Der Ideale Trainingsort ist aber auch ein Fitness-Studio, das nicht nur ideale Geräte zum gezielten Training der verschiedenen Muskelgruppen, sondern auch Betreuung durch qualifizierte Trainer anbietet.

Fettverbrennung und Fettabbau, was ist das?.
Unser Körper verbraucht Tag und Nacht Energie um sämtliche Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Die Hauptenergiequelle stellt dabei Traubenzucker (Glukose) dar, in Ruhe überwiegt jedoch die Verbrennung freier
Fettsäuren.

Man verbrennt relativ gesehen umso mehr Fett, je weniger intensiv die körperliche Belastung ist. Aber aufgrund des niedrigen Energieumsatzes ist die absolute Menge an verbranntem Fett gering.

 Der Energieverbrauch ohne jegliche körperliche Belastung ist der Grundumsatz (GU). Bei einem 80 kg schweren Mann beträgt der GU ca. 1700 kcal (900+10xKG/24 Stunden) und bei einer 60 kg schweren Frau ca. 1100 kcal (700+7xkg/24 Stunden).
Der größere GU beim Mann erklärt sich aus der größeren Muskelmasse, der GU ist auch vom Alter abhängig. Je intensiver die körperliche Belastung, desto weniger trägt Fett prozentual zur Energiegewinnung bei, es wird mehr Glukose verbrannt. Die verbrauchte Energie steigt mit zunehmender körperlicher Belastung, es ändert sich lediglich das prozentuale Verhältnis, wie viel Fett oder Traubenzucker (Glukose) verbrannt wird.


Fettabbau
Entscheidend für den Abbau von Körperfett ist letztlich nur ein höherer Kalorienverbrauch mit negativer Energiebilanz pro Tag/Woche/Monat. Fettverbrennung wird irrtümlich mit der Reduktion von gespeichertem Körperfett, also "Fettabbau" verwechselt. Fettverbrennung ist die Energiebereitstellung in Ruhe und läuft rund um die Uhr ab. Ist also die Energiebilanz über den Tag negativ, holt sich der Organismus in Ruhe die noch benötigte, aber "fehlende" Energie aus dem Fettgewebe. In Ruhe verbrennen wir fast ausschließlich Fett ("schlank im Schlaf").
Das bedeutet, dass der geringere relative Anteil der Fettverbrennung an der Energiegewinnung meist einer größeren absoluten Menge an verbranntem Fett entspricht, als es beim reinen "Fettstoffwechseltraining" der Fall ist.

Um den Körperfettanteil reduzieren zu können, trainiert man nicht bei einer bestimmten Herzfrequenz (z.B 130) wie oft von Trainern vorgegeben, die Herzfrequenz kann individuell sehr unterschiedlich sein. Je intensiver die Belastung, desto mehr Energie pro Zeiteinheit wird verbraucht. Natürlich setzt intensives Ausdauertraining einen guten Trainingszustand voraus, den muss man sich aber erst antrainieren.
Folgendes Beispiel habe ich unter dieser Adresse gefunden:  www.dr-moosburger.at


Z
wei übergewichtige Damen besuchen vier mal wöchentlich ein Fitnessstudio und ”strampeln” dabei jeweils eine Stunde auf dem Fahrradergometer, die eine im Fettstoffwechselbereich mit einer Herzfrequenz von z.B. 110 bis 120/min, die andere mit einer etwas höheren Intensität, z.B. bei einer Herzfrequenz von 140 bis 150/min. Nach zwei Monaten hat die Dame, die im vermeintlich optimalen ”Fettabbaubereich” trainiert hat, weniger an Gewicht verloren als ihre Kollegin, da diese nicht nur mehr Kalorien verbraucht hat, sondern auch mehr Fett verbrannt hat. Damit ihr ”Fettabbautraining” gleich effektiv wie das ihrer Kollegin ist, sprich um gleich viel Energie (Kilokalorien) zu verbrauchen und gleich viel Fett abzubauen, müsste sie die Belastungsdauer ihrer offensichtlich zu wenig intensiven Trainingseinheiten deutlich verlängern!
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Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird. Das Geheimnis besteht darin, nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben zu geben ("Add life to years, not just years to life"!). Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Faktor, der unser Älterwerden zu bereichern und ihm mehr "Leben" zu geben vermag. Es gilt, die Freude an der Bewegung zu finden bzw. sie sich zu erhalten.

(Das ist nicht von mir !)

Interessant ist noch dieser link:. www.dr-kurscheid.de    ---->         dann TV&Radio anklikken

 

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