19.10.2010 - 18:00

An dieser Stelle möchte ich Euch Nordic-Walking / Stickwalking vorstellen.

In den Boberger Dünen

Wir sind Seniorengruppen im Alter zwischen  40 und 75 Jahren. Wir laufen jeden Montag von 10 bis 11,30 Uhr und Donnerstag um von 15 bis 16,30 Uhr in den Boberger Dünen.
 Wir treffen uns auf dem Parkplatz Ladenbeker Furtweg gegenüber der Friedenskirche bzw. Haus Nr.33. Zum Schnuppern, sind Trekkingstöcke vorhanden. Weitere Auskünfte über die TSG-Geschäftstelle im Forum  (040) 725 495-0 oder Susanne Krauss (040) 7209299..

Sie können mich aber auch privat als Trainer für allgemeine Fitness, Nordic-Walking Walking  und Laufen oder auch nur zur Beratung ansprechen

. Auskünfte: H.-Jürgen Lorenz (040) 64887461 oder Mobil 0178-5535479.

  

Ein Sport für Alt und Jung

 

Mit Nordic Walking kriegt man sein Fett weg

-Pressemitteilung-

Die Effizienz von Nordic Walking wurde vom Cooper Institut untersucht und belegt Das Cooper Institut in Dallas, USA, untersuchte die Wirkungen von Nordic Walking im Rahmen einer mehrmonatigen Studie. Unter anderem wurde die Trendsportart mit herkömmlichen Walking verglichen. Die Studienergebnisse zeigten, dass sowohl der Energieaufwand als auch der Sauerstoffverbrauch bei Nordic Walking bei gleichem Tempo durchschnittlich um 20% gesteigert werden. Das Cooper Institut prüfte Nordic Walking im Labor sowie im Rahmen eines Feldversuches bis zum Herbst 2000. Die Studienergebnisse wiesen bei allen Probanden eine signifikante Zunahme des Sauerstoff- und Energieverbrauchs nach.   Dr. Tim Church, Medizinischer Direktor des Cooper Instituts, beaufsichtigte bei dieser Untersuchung den Kalorien- und Sauerstoffverbrauch der Teilnehmer. Elf Männer und elf Frauen nahmen an der Studie teil. Sie betrieben auf einem festgelegten Trail zunächst das klassische Walking und anschließend Nordic Walking. Die Teilnehmer trugen eine Stoffwechseleinheit, die Sauerstoffverbrauch und Kalorienaufwand misst. Die Studienergebnisse ergaben, dass sowohl der Energieaufwand als auch der Sauerstoffverbrauch bei Nordic Walking durchschnittlich um 20 %, bei gleichem Tempo, gesteigert werden. Zusätzlich gab es eine 6%ige Zunahme im Herzfrequenzbereich. Trotzdem empfanden die Beteiligten Nordic Walking nicht anstrengender als das klassische Walking. Die individuellen Ergebnisse waren bemerkenswert. Bei einigen Probanden vergrößerte sich der Sauerstoff- und Kalorienverbrauch um bis zu 46%. Eine korrekte Nordic Walking Technik erhöht die Effizienz dieses Trendsports weiter. Regelmäßiges Nordic Walking Training trägt zur Gewichtsreduzierung bei, fördert die Durchblutung und stärkt das Herz-Kreislaufsystem sowie die körpereigenen Abwehrkräfte. Bei übergewichtigen Menschen wird die Belastung der Gelenke durch den Stockeinsatz reduziert. Der Sport wirkt sich also auch sehr positiv im Rahmen einer Diät aus und intensiviert die Freude am Leben, da Bewegung die Produktion von Glückshormonen veranlasst.

Quelle :  DNV-Deutscher Nordic Walking/Blading Verband e. V.

Hier lesen....    Original Studie Dr. Church (PDF Datei)  .in Englisch

 

 

Kleine Geschichte
Nordic-Walking oder "Sauvakävely" wie es in Finnland heißt, hat seit 1997 einen enormen Aufschwung erlebt, heute betreiben schon ca. 900.000 Finnen regelmäßig diese neue Art der Bewegung, Nordic-Walking hat mittlerweile ganz Skandinavien erreicht. Auch bei uns, in den Bergen, wird mit Trekkingstöcken gewandert.
Die bekannteste Firma für Trekkingstöcke ist "LEKI", LEKI nennt diese Turbo- Version des Spazierangehens mit Stöcken "Healthtrekking". LEKI hat vom Design zwei Modelle auf Healthtrekking abgestimmt: Den Health Trek 1000 und den Health Trek 2000.  Es kann aber auch jedes Modell aus der klassischen Trekking oder Compact-Lite Linie mit Gummipuffer versehen zur Hand genommen werden. Die robusten und leichten Trekkingstöcke der finnischen Firma EXEL sind im Gegensatz zum Walker von LEKI aus einem Stück. LEKI´s Stöcke kann man in der Länge zusammenschieben, besser transportieren. LEKI hat sich seit kurzer Zeit auch auf die moderneren Nordic Walking Stöcke (EXEL) umgestellt. Der Vorteil ist, dass diese Stöcke  im Gegensatz zu EXEL auch zusammenschiebbar sind. Ob aber Nordic-Walking oder Stickwalking, man kann beides gleich facettenreich betreiben . Hamburg würde wohl trotzdem auch heute noch auf diesen neuen "Outdoor" Sport verzichten müssen, gäbe es nicht Frau Wolff-Bühring unsere Münchnerin in Hamburg. Sie hat dem Kind einen neuen Namen gegeben "Stickwalking" und nun stickwalken die Hamburger durch die Boberger Dünen, durch den Stadtpark , Bergedorfer Gehölz, um die Alster und sogar am Elbufer zur Verwunderung der übrigen Fußgänger.

"Struktur und Leistungsfähigkeit eines Organs werden bestimmt vom Erbgut von der Qualität und der Quantität seiner Beanspruchung"
Hollmann

      Gesundheitliche Aspekte durch Nordic-Walking/Stickwalking.
Was ist dran an dieser, bei uns, neuen Sportart ?

Anfangs belächelt, ist dieses schnelle Gehen mit den Stöcken zu einem gewohnten Bild geworden. Kaum einer fragt noch ob wir unsere Skier verloren haben. Wir gehen auch nicht am-, sondern mit dem Stock. Mit der richtigen Technik ist Nordic-Walking kinderleicht - und macht vor allem Spaß!. Nordic-Walking ist  Ausdauertraining, es stärkt das Herz-Kreislaufsystem. Wer sich bewegt, übernimmt Eigenverantwortung und beugt auch weitere Beschwerden vor. Nordic-Walking, auch „Stickwalking“ genannt ist eine Ausdauersportart wie Walking ohne Stöcke oder Jogging, vermeidet jedoch deren Belastung des Knochenapparats. Beim Nordic Walking ist  man im Gegensatz zum Jogging immer mit einem Bein am Boden. Der Bewegungsablauf ähnelt dem des Skilanglaufs. Der gelenkschonende Stockeinsatz verteilt die Belastung und trainiert die Arm-, Rumpf-, Schulter- und Brustmuskulatur. Durch den kräftigen Abdruck mit den Stöcken trainiere ich bei Vorschub die rückwärtigen Arm- und Rückenmuskeln und durch das nach vorne Anheben der Stöcke auch die vordere Arm- und Brustmuskulatur. Gleichzeitig wirkt die  in diesem Körperareal ausgelöste Mehrdurchblutung als wohltuendes Therapeutikum bei den hier häufig anzutreffenden Verspannungssymptomen. Wichtig ist, dass man bei der Rückführung der Stöcke wie beim Skilanglauf in der hintersten Position, d. h. wenn  die Hand die Hüfte passiert, die Hände leicht öffnet ohne diese wegen der Schlaufen zu verlieren. Man vermeidet dadurch Verspannungen in den Armen und Schultern. Der rechte Stock hat dann Bodenberührung, wenn die linke Ferse aufsetzt und umgekehrt. Der Gang ist aufrecht, der Blick geht ca. 3 bis 4 Meter nach vorne. Die Fußspitzen zeigen nach vorne. Das Cooper Institut in Dallas, USA hat im Rahmen einer Untersuchung die Effizienz des Nordic Walking mit normalem Fitness-Gehen verglichen. Diese Untersuchung ergab, dass beim Nordic Walking im Schnitt 20 % mehr Kalorien verbraucht werden als bei normalem Gehen mit gleicher Geschwindigkeit. Dies trifft aber nur zu, wenn die Technik stimmt.  Am wirkungsvollsten ist das Laufen in leichtem, hügeligem Gelände (z. B. bei uns zu Hause im Bergedorfer Gehölz).

 Schützt Nordic-Walking tatsächlich unsere Gelenke?.

In der Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 58, Nr. 4 (2007) ist jetzt eine Studie veröffentlicht worden.  Diese Studie überprüfte, ob biomechanische Unterschiede zwischen Walking, Nordic Walking und Laufen existieren und hieraus unterschiedliche Belastungsmuster resultieren. An der Studie nahmen 15 Probanden teil, die bereits mit der NW –Technik vertraut waren.

Der Stockeinsatz beim NW führt im Vergleich zum Walking nicht zu einer Reduzierung der mechanischen Belastung. Auch wurde eine höhere Belastung des Kniegelenks in der Landephase beobachtet, was auf die Diagonal-Technik beim NW zurückgeführt wird. Es sollte kritisch überdacht werden, ob NW tatsächlich  die Gelenke schont und somit für Übergewichtige bzw. für Personen mit Kniebeschwerden zu empfehlen ist. Obwohl  es wissenschaftliche Literatur von Autoren gibt, die aufgrund ihrer Resultate  zu einer Gelenkentlastung von NW gegenüber Walking gekommen sind, können neuere Untersuchungen dies, bei Anwendung der Diagonaltechnik in der Ebene, nicht  bestätigen. Sowohl die kinematischen als auch die kinetischen Daten zeigen Unterschiede zwischen den einzelnen Belastungsformen (Laufen, NW, Walking) auf, die zu unterschiedlichen Belastungsmustern führen. Dies trifft sowohl für das Laufen in Abgrenzung zum NW/Walking, als auch für NW im Vergleich zu Walking.

Aus dieser Studie ergibt sich vereinfacht ausgedrückt, dass Nordic-Walking / Walking eine Alternative zum Laufsport darstellt. Dies gilt insbesondere für übergewichtige Menschen und Leute, die nach längerer Sportabstinenz einen "sanften" Wiedereinstieg in den Sport planen. Aufgrund der in der Studie erhobenen Daten führt der Stockeinsatz beim NW bei Anwendung der Diagonaltechnik nicht wie - in den Medien postuliert - zu einer Reduzierung der mechanischen Belastung im Knie- und  Sprunggelenk.  Nordic-Walking als Rehabilitationsmaßnahme sollte kritisch  überdacht werden, insbesondere nach Kreuzbandersatz sowie knieendoprotetischer Versorgung. Trotz aller kritischen Überlegungen darf nicht vergessen werden, dass Nordic-Walking viele Menschen zum Sporttreiben wieder aktiviert hat. Gerade unter Herz-Kreislauf  und Stoffwechsel Aspekt.

Das Material
I
n den Jahren 1998/99 als Frau Wolff-Bühring eine Münchnerin, hier oben im Norden, Stick Walking einführte, benutzten alle die Teleskopstöcke von LEKI. Die etwas schwereren Teleskopstöcke von LEKI  waren aus Aluminium, zweifach verstellbar. Die etwas ältere Generation wandte sich zuerst diesem neuen Trend zu, man lief im moderaten Tempo ohne zu schnaufen. Die Vorteile des Ganzkörpertrainings waren einsichtig, Frau Wolff-Bühring gelang es dies zu vermitteln und Begeisterung zu erzeugen für diese bis dahin nur in den Bergen bekannte Sportart. Für die Sportvereine war es wichtig verstellbare Stöcke vorhalten zu können, man wusste ja nicht wer zum Schnuppern kommt. Schließlich wollte man diesen neuen Sport erst mal ausprobieren. Die Nordic Walking Stöcke von EXEL eine finnischen Firma, sind aus Karbonfaser bzw.  Karbon/Combosites nicht verstellbar. Sie sind für das eher sportliche Laufen zu empfehlen, sie sind auch etwas leichter – lassen sich aber nicht so gut transportieren. Eine gute alternative für sportlich ambitionierte sind die neuen Stöcke von LEKI, sie gibt es jetzt auch einteilig mit 100% Karbon. Hier muss man Preise vergleichen. Bei der Auswahl der Stöcke sollte man auf die richtige Länge achten. In der Literatur werden dafür unterschiedliche Formeln angegeben. Bei diesen ganzen Formeln kann es sich grundsätzlich nur um Richtwerte handeln, da jeder Mensch unterschiedlich gebaut und unterschiedlich sportlich ist. Ich empfehle immer Ellenbogen rechter Winkel 90 Grad. Wer nicht ganz so sportlich und beweglich ist, sollte den Stock etwas kürzer wählen (bis zu 5 cm). Sollten sie sich für ein einteiliges Modell entscheiden, dann rechnen sie Körpergröße x 0,66 und dann abrunden ( ! ) um auf der sicheren Seite zu sein. Sehr sportliche Läufer mit bereits entsprechenden Muskelgruppen könnten sich für die etwas längere Variante Körpergröße x 0,7 entscheiden. Um  die verschiedenen Bodenbeschaffenheiten zu berücksichtigen, kann die Spitze der Stöcke wahlweise mit Gummipads (Asphalt) oder einer Metallspitze (Feldwege, Wald) versehen werden.

Fitness
Es hat das Wort "Fit" bzw. "Fitness" eingebürgert. Seine Definition ist schwierig, wie beispielsweise ein eigens hierfür einberufenes Symposion in Magglingen (Schweiz, 1970) erkennen ließ. Das alleinstehende Wort "Fitness" bedeutet lediglich die Tauglichkeit für irgend etwas; erst der Zusatz von Beiwörtern oder Beisätzen lässt eine umrissene Aus dem Englischen hat sich auch im deutschen Sprachgebrauch immer mehr das Zielansprache zu. Für die hier in Betracht kommende Perspektive genügt nicht einmal die Bezeichnung "Körperliche Fitness".
Je nach Aufgabenstellung können nämlich quantitativ und qualitativ unterschiedliche Beanspruchungen angesprochen werden. So ist die körperliche Fitness für Kraftleistungen beispielsweise eine ganz andere als für Ausdauerleistungen, von den unterschiedlichen motivistischen Gesichtspunkten wie Geschlecht , Lebensalter, Beruf, Trainingszustand usw. gar nicht zu sprechen. Fitness braucht nicht einmal die Tauglichkeit für eine aktive Leistung auszudrücken, sondern kann sich auch auf passive Vorgänge beziehen. So kann man fit sein für das Ertragen von Hitze, Kälte und Sauerstoffmangelbedingungen oder - besser gesagt - gerade der Spitzensportler ist durchweg nur fit für eine spezielle Aufgabe. Der Leistungssportler im Gewichtheben ist fit für das Gewichtheben, aber kaum für einen 10 000-m-Lauf. Die Reihe dieser Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen. - Andererseits gehört zum Fitsein die Leistungsbereitschaft. Zu ihren Voraussetzungen zählen psychisches und physisches Wohlbefinden unter Einschluss soziologischer Gesichtspunkte. Wir definieren daher: Fitness ist der Zustand einer im psychischen und physischen Bereich guten Leistungsbereitschaft für eine spezifische Aufgabe.

 


 

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